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Kompaktes Aussehen gekonnt unterstreichenPflegehinweise für den NorwichbesitzerBeim Norwich reicht es aus, wenn man ein- bis zweimal wöchentlich mit einem mittelweiten Stahlkamm das dichte, anliegende Rauhhaar ordentlich durchkämmt. Möchte man die Haarpflege täglich durchführen, dann benutze man außer dem Stahlkamm an den anderen Tagen eine Bürste mit Naturborsten. Um am Hals nicht einen häßlichen Rand entstehen zu lassen, sollte der Hund zu Hause ohne Halsband laufen. Den Norwich braucht man nur sehr selten zu baden und auf gar keinen Fall vor dem Trimmen. Das soll aber nicht heißen, daß dieser kernige Terrier etwa wasserscheu ist. Er weiß im Sommer einen Teich, Bach oder ein Planschbecken durchaus zu schätzen. Hunde, die nicht ständig in Ausstellungskondition gehalten werden, müssen nur zweimal im Jahr getrimmt werden, wobei die abgestorbenen Haare ausgezupft werden. Durch regelmaßiges Kämmen und Bürsten wird ein "Haaren" verhindert. Einmal im Monat sollten die Ohren kontrolliert werden. Außerdem auch, wenn der Hund den Kopf häufig schüttelt, schräg hält oder sich laufend am Ohr kratzt. Aber bitte nicht in den Ohren herumstochern oder gar Instrumente in den Gehörgang einführen! Dabei kann man den Hund schnell verletzen, lieber dann einen Tierarzt konsultieren. Das Ohrenschmalz wird mit einem weichen Tuch oder mit Wattestäbchen entfernt. Beim Kämmen und Bürsten wird auf Veränderungen der Haut, auf Parasiten, Entzündungen, Wunden u. ä. geachtet. Auch die Pflege der Zähne darf nicht vergessen werden. Die Bildung von Zahnbelag und Zahnstein ist beim Norwich nicht gerade selten. Das Trimming der AusstellungshundeDiese kleinen Terrier besitzen ein dichtes, anliegendes Rauhhaar. Eine Halskrause oder Mähne ist typisch für diese Rasse und sollte im Erwachsenenalter auf jeden Fall vorhanden sein. Im Alter von etwa drei bis vier Monaten wird das Babyhaar mit Daumen und Zeigefinger entfernt. Es ist schon meist sehr flusig, und wenn es in Wuchsrichtung entfernt wird, spürt der Welpe überhaupt nichts. Das flusige Haar wird am ganzen Körper entfernt, um dem neuen Haar Platz zu machen, damit es ungehindert wachsen kann. Vor allem soll ein gleichmäßiges Aussehen erreicht werden. Für die nächsten acht bis 12 Wochen reicht die normale Pflege bis auf ein gelegentliches Zupfen der Haare, die über den Ohrenrand wachsen. Mit etwa sieben bis acht Monaten hat das Deckhaar seine volle Länge erreicht. Es fängt dann an heller zu werden, stirbt ab, wird locker. Dann beginnt das eigentliche Trimming. Ich nenne es ein "totales Trimming". Man entfernt das lose Haar durch Auszupfen mit Daumen und Zeigefinger, auch an den Beinen, an der Brust und am Kopf sowie an der Halspartie. Gelegentlich ist zu diesem Zeitpunkt an manchen Stellen schon etwas neues Haar (Deckhaar) nachgewachsen, aber an vielen Stellen ist der Hund bis zur weichen Unterwolle abgetrimmt. Die Brust wird auch schön kurz gezupft, um den Hund harmonisch aussehen zu lassen. Dieses totale Trimming ist dann nicht wieder nötig, wenn in regelmäßigen Abständen das lose Haar ausgezupft wird. Die Vorbereitung eines regelmäßig gepflegten Norwich auf eine Ausstellung macht wenig Mühe. Muß der kleine Terrier total abgetrimmt werden, dann ist daran zu denken, daß das Nachwachsen etwa drei Monate (individuell unterschiedlich) dauert. Ein Norwich soll immer ein kurzes und kompaktes Aussehen bieten, dann entspricht er dem Standard. Charakteristisch für den Norwich ist sein ausdrucksvoller Kopf. Man entfernt als erstes alle langen Haare außen auf den Ohren, bis nur noch das kurze, rote Unterhaar vorhanden ist. Vor den Ohren läßt man relativ wenig stehen, aber bitte vorsichtig, nicht zu viel und auch nicht zu wenig, so daß die Optik zur Größe der Ohren paßt. Auch der Oberkopf wird getrimmt. An den Wangen wird man dann etwas länger, um fließend in die Halskrause überzugehen. Zu lange Haare, die seitlich abstehen, werden ausgezupft. Der Kopf soll eine gefällige Rundung aufweisen. Eine Betonung der "Vorderen Linie" erreicht man durch Auszupfen der längeren Haare unter der Kehle und V-förmiges Zupfen, nach den Seiten kürzer werdend. Die Vorderläufe sollen gerade und stämmig sein. Besondere Beachtung findet hier die Ellbogengegend. Hier dürfen keine Haare seitlich abstehen und womöglich ausgedrehte Gelenke vortäuschen. Die Vorderseite der Hinterläufe nur wenig zupfen, mit der Schere eine leichte Rundung anzeigen. Bei Vorder- und Hinterläufen sowie Brustpartie sitzen die Haare gewöhnlich etwas fester und wachsen auch etwas langsamer. Die Winkelung der Hinterläufe hebt man durch Wegnehmen von etwas Haar über den Hacken hervor. Die Pfoten schneidet man unten um den Ballen herum. Sie müssen rund und geschlossen sein. Von den hinteren Ballen schneidet man die Haare schräg nach oben, nicht zu kurz, an den Vorderläufen entsprechend bis zu den keinen hochgerückten Ballen. Die Rute wird oben und seitlich ebenfalls gezupft. Zum Schneiden der Unterseite benutzt man am besten eine Effilierschere. Die Rute muß passend zur Haarlänge und zum Hund wirken, sollte also nicht zu dünn oder gar wie eine dicke ausgefranste Bürste aussehen. Die Hinterpartie wird mit übergetrimmt. Dabei wird die Aftergegend mit der Schere freigeschnitten und nach den Seiten und nach unten vorsichtig angeglichen. Beim Laufen dürfen keine wedelnden Haare den Anblick stören, aber es muß auch alles gut bedeckt sein. Das Bauchhaar ist von hinten nach vorne im leichten Bogen zu schneiden, wobei es vorn länger ist als hinten. Ein gut getrimmter Norwich Terrier mit seinen kecken Stehohren wirkt durch seine harmonischen Proportionen, die seinen natürlichen Schneid unterstreichen. Gitta Hoffmann |
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